
Sightseeing-Marathon durch Prag
09. Mai 2010
Sechs TriRunner starteten an diesem Wochenende beim Prag-Marathon. Trotz einer knackigen Strecke und viel viel Sonne kamen ganz passable Zeiten zum Vorschein.

Knapp 5000 Läufer machten sich um 9 Uhr früh gemeinsam auf, um die Marathon-Distanz zu knacken. Darunter sechs TriRunner, die trotz der Hitze und der schweren Strecke, mit ihren Ergebnissen komplett zufrieden sein können und ihre Ansagen wahr gemacht haben. Die Strecke selbst war eine wahrlich Sightseeing-Tour durch Prag. Einziger Nachteil: in den ersten zehn Kilometer, sieht man ständig die Kilometerständer von Kilometer 32 - 42, bis man sogar durchs eigentliche Ziel läuft. "Sehr frustrierend wenn man dauern sieht wie weit man noch hat", so das Statement von Willi Holzleitner im Ziel. Dafür konnte man das Finisher-Gefühl allerdings zweimal erleben.
Perfekt war vor allem die Organisation (besonders wenn man Prag mit Wien vergleicht). Schon die Ausgabe der Startnummern ging reibungslos vonstatten. Als Starter-Geschenk wurde ein Rucksack und ein Funktionshirt geboten. Auch die Pastaparty am Vortag wurde nicht, wie neuerdings bei den Österreichischen Marathons, extra verrechnet, sondern war inklusive.
Beim Marathon selbst wurde der Hitze mit ausreichend Wasser getrotzt. So gab es alle 2,5km eine Labestation, die Iso und Wasser bot. Und trotz der gut 5000 Marathon-Läufer waren immer alle Becher gefüllt. Einziger Mangel war die Ziellabe, die ausser Iso und Obst nicht sehr viel hergab.
In der TriRun-Wertung voran war wie erwartet Mike Scheuringer. Obwohl es für ihn nach eigenen Aussagen "sehr schwer" war, erreichte er schlussendlich doch eine Finisher-Zeit von 3:06:56 Stunden. Christina Khinast kam, wie am Anfang bekannt gegeben den Marathon "gemütlich" zu laufen, mit 3:17:59 auf Platz Zwei der TriRun-Wertung. Hier ist allerdings zu erwähnen, dass sie gerade in den letzten Kilometern "Vollgas" gab und das nur weil sie bei einer Wende Willi Holzleitner sah :-) - Ehrgeiz kann Wunder bewirken.
Schließlich gab sie unseren Obmann noch gut vier Minuten auf den letzten 10 Kilometern. Willi Holzleitner, der Aufgrund einer zulangen Renn-Vorbereitung in der Prager-Altstadt und einer Hot Dog-Mitternachtsjause (1:15 Uhr in der Früh!!!), den Marathon eigentlich Richtung 3:30h Laufen wollte, finishte seinen 60. Marathon in 3:22:14 Stunden. So alt ist unser Obmann eben doch noch nicht... hahaha.
Den zweiten Platz in der Damen-TriRun-Wertung machte Judith Priglinger. In der ersten Hälfte plagten sie allerdings die beiden Hot Dogs, die sie um ein Uhr früh noch zu sich nahm. In der zweiten Hälfte jedoch machte sie wieder einige Minuten gut und lief so gemütlich ihre angesagten 3:30:36 Stunden. Als nächste lief Elisabeth Stöttner durch Ziel. Sie finishte in tollen 3:48:26 Stunden. Alt-Marathonmeister Heini Pilch, der alle Marathons im wahrsten Sinne des Wortes einfach so "runterläuft", erreichte das Ziel in 4:03:36.
Auch am Start waren Horst Wallner und Sigi Manhal. Horst, der sich durch sein hartes Training einen Ermüdungsbruch zuzog und aus ärztlicher Sicht eher ein Nonrunning-Captain sein sollte, musste schlussendlich W.O. geben und empfing dafür alle TriRunner mit großem Applaus im Ziel. Da die Marathon-Strecke direkt beim Hotel vorbei ging und Sigi Manhal eine durchkämpfte Nacht mit einer viel zu weichen Matratze hinter sich hatte, zog schließlich lieber die Badewanne im Hotelzimmer der Marathon-Strecke vor. "Meine Füße waren hart wie Blei", so Sigi. Da man bereits bei Kilometer elf das Ziel durchlief, dachte sich Sigi wohl "das wars" und stieg nur wenige Meter danach aus - so die Meinung der anderen TriRunner.
Alle TriRunner blieben wie erwartet unter ihrer persönlichen "magischen Grenze" (copyright by Christian Schweighofer). Im gesamten ist der Marathon und auch die Stadt Prag auf jeden Fall eine Reise wert. Unser Resümee: Wir kommen wieder!











