
Steyrer Staffelerfolge
19. September 2011
Mit zwei 4er Mixed-Staffeln war Trirun Linz beim diesjährigen 100 k Lauf in Steyr vertreten. Die Erfolge: erneut am Stockerl, 2 x 100 Kilometer souverän gemeister!
Ein Bericht von Christine Widmann
Bei besten läuferischen Bedingungen rückten acht hoch motivierte Läufer - 5 Trirunner und 3 fremdengagierte Laufgranaten aus Wien - am Samstag zeitig morgens aus, um sich dem Stadtgut Steyr Ultralaufevent 2011 zu stellen. Der Ultralauf in Steyr ist eine überaus freundliche Laufveranstaltung, bei der die 100 k entweder als Einzelstarter, oder in 4er bzw. Megastaffel-Teams zu absolvieren sind. Um die Laufveranstaltung noch attraktiver zu gestalten, bietet der Veranstalter zudem einen 50 k Lauf, einen Kids- und einen Charity-Run an. Wer sich unter diesem Angebot nichts findet, der kann als Zuschauer oder Begleitperson den Tag gut entlang der Laufstrecke verbringen und für Stimmung und Verpflegung sorgen. Vor allem die Stimmung brauchts, denn die knapp 1,5 Kilometer lange Laufrunde durch einen den Steyrer Gewerbeparks hat ihren eigenen Charme. Stetig entlang diverser Firmengebäude kennt man nach insgesamt 68 zu absolvierenden Runden jeden Fassadenabschnitt und jeden Geruch, der aus einem Kanaldeckel aufsteigt oder vom nahegelegten, gut belebten Ententeich in Richtung Läufernase schwabbt. Trotzdem gelingt es dem Veranstalter, dem Lauf eine sehr familiäre Note zu geben, die kombiniert mit einer perfekten Gesamtorganisation in Summe in einem tollen Event resultiert.

Besser und Wahnsinn am Start
Die zwei Trirun-4er-Staffel-Teams gingen ihre Sache locker an. Trirun Team A wie Ah Wahnsinn (Gernot Auer, Ralf Neuhauser, Christine Widmann, Andreas Stöckl) waren sich sofort einig darüber, dass jeder Läufer eine Runde zu absolvieren hat. Dann wird gewechselt. Bei Trirun Team B wie besser (Wolfgang Ursprung, Martin Froh, Sonja Schindler, Tom Baumgartner) dauerten die taktischen Überlegungen etwas länger. Nach eingehender Diskussion entschied sich das Team - wie wohl jedes andere Team am Start auch - für die Staffelübergabe nach jeder Runde und hielt den Rhythmus brav bis zum Schluss bei. Punkt neun gings auf, die Staffelläufer gesellten sich zu den Einzelstartern hinzu, die ihren Bewerb schon um sieben Uhr früh begonnen hatten. Eine Runde nach der anderen wurde abgeklopft und im Prinzip war bei beiden Team der gesamte Bewerb stetig im Fluss. Die „Wahnsinnigen“ und die „Besseren“ lieferten sich ein Duell nahezu gleich auf, das sich letztendlich in Platz 2 und Platz 3 bei den Mixed Staffeln niederschlug.

Der Stolz bleibt, der Schmerz blieb aus
So ein Staffellauf ist ein perfektes Intervalltraining und hat als solches das Potenzial, ordentlich in die Muskeln einzuschiessen. Nicht so bei den Trirunnern. Nahezu schmerzlos ging der Lauf über die Bühne, wie wohl das eine oder andere Voltadol vorsichtshalber und präventiv seinen Weg nach Steyr gefunden hatte. Der Stolz, der bleibt, war somit kaum kombiniert mit dem Schmerz, der vergeht und die Freude über die erzielten Erfolge (Trirun A wie Ah Wahnsinn: 7h04.21; Trirun B wie Besser: 7h11.43) zeigte sich ungetrübt. Spätestens nach den etlichen Zielbierchen war ohnedies jeder Hänger vergessen, der sich irgendwann zwischen Kilometer 42 und 70 einstellt, ebenso wie jedes vorrübergehende Zwacken im Schenkerl, das normal ist und rasch vergeht. Die Gesamtperformance hat gepasst, das Staffel-Team-Erlebnis ist sensationell und ruft laut und deutlich nach Wiederholung.
Besonderer Dank gilt den Special-Fans: Joe Fleischanderl, der mit flotten Sprüchen über das eine oder andere Motivationsdefizit hinweghalf und Horst Wallner, der mit einer Schachtel voll cremiger Konditoren-Torten-Stücken ein wahres Herz für Läuferbedürfnisse zeigte.


.











