
Mörbischer Hitzeschlachten
01. Mai 2012
Zweimal im Jahr ist in Mörbisch was los: bei den Seefestspielen und bei den Mörbischer Lauf- & Radsporttagen Ende April. 2 TriRunner entschieden sich für zweiteres und das mit gutem Grund.
Das letzte Wochenende im April nach Mörbisch an den Neusiedler See zu fahren ist ein Muß im Sportkalender. Der unermüdliche Organisator Kurt Zeilinger stellt dort seit vielen Jahren die sog. Mörbischer Lauf- & Radsporttage auf die Beine. Heißt: Einzelzeitfahren am Freitag, Halbmarathon am Samstag, Radmarathon am Sonntag.
Das ganze Dorf ist auf den Beinen um einmal im Jahr die Wahnsinningen zu beobachten, die sich bei fast regelmäßigem Hitzeeinbruch durch die Weinberge und Schilfgürtel am See quälen. Und auch heuer wieder mit TriRun-Beteiligung. Peter Weinzierl lief am Samstag bei einsetzendem Föhnsturm den Halbmarathon und finishte als 19. (!) in wenig spektakulären 1:42. Dabei sind 4 Runden rund um den wirklich schönen Wein- und Festspielort Mörbisch zu absolvieren. Hinterhältig heuer: der enorme Gegenwind auf der halben Strecke samt brütender Hitze. Aber bei kühlem Wetter kann ja jeder Laufen! Die Dropout-Quote war beachtlich mit rund 1/3, da über 120 am Start waren und nur knapp 80 das Ziel sahen.
Der Sonntag ist der Höhepunkt: Radmarathon rund um den Neusiedler See. Um 10.00h werden 1000 Biker von Mörbisch aus durch die Weinberge nach Sopron und am ungarischen Südufer vorbei, über Podersdorf und Neusiedl wieder nach Hause (Mörbisch) geschickt. Macht in Summe knackige 125km - und je nach Wind mehr oder weniger zermürbend. Auch hier war Peter Weinzierl am Start, diesmal aber unterstützt von Cristian "Cipo" Gemmato. Cipo bewies beim ersten Anstieg in der Rosengasse (500m steil bergauf) den richtigen Tritt und lies Peter stehen wie einen Trettroller-Fahrer. Wichtig in Mörbisch: möglichst weit vorne starten und ein schnelles Packl erwischen. Dann geht die Post ab.
Mehr oder weniger halsbrecherisch gehts in den 30er, 40er-Packln durch ungarische und burgenländische Pampa. Heuer waren leider wieder viele Stürze zu vernehmen, da es einfach zu viele überehrgeizige Amateure in den Gruppetos gibt. Der Wind war trotz Südfön gnädig und ließ bis über die Hälfte der Strecke einen 40er-Schnitt zu. Ab Neusiedl im Norden gehts dann langsam in Windrichtung und damit mehr und mehr an die Substanz. Cipo hatte auch hier mehr Schmalz in den Haxn und zog nach 3:25 einen Strich über die Ziellinie - Peter mit 3:43 dahinter. Übrigens: die eigene Kombi-Wertung aus Halb- und Radmarathon erlaubt das ein oder andere Spitzenplatzerl: So holte Peter den Gesamt-3. Platz heuer.
Fazit: eine Weltklasse-Veranstaltung im schönen Burgenland. Toll organisiert, Strecke gut abgesichert und eigentlich fast immer schönes Wetter da unten. Nächstes Jahr wieder - aber dann mit weniger Weinkosten (Peter Weinzierl) vor dem Rennen :-)
Infos: www.rchohewand.at












