Martin Mahringer berichtet über den IM 70.3
29. Mai 2009
Letzten Donnerstag stand mein erster Triathlon auf dem Programm. Eine Sprintherausforderung auf dem Gelände des Ironmanmekkas 70.3 in St.Pölten.
Nach der langen Vorbereitungsphase (seit Mitte November) stand endlich der erster Wettkampf auf dem Programm. 177 TriathletInnen waren am Start unter anderem auch der Linztriathlongewinner Manuel Wutscher (österr. Olympiahoffnung für 2012 und 2016) und etliche aus dem TriNationalteam. Ein lässiges Gefühl mit den besten Sprinttriathleten des Landes am Start zu stehen bzw. zu schwimmen ;-)
Im Wasser des Ratzendorfersees ging das Rennen um 14 Uhr, Wassertemperatur 17 und Außentemperatur um die 25 Grad, los. Ein ziemliches Gewurl entstand, da der Start im Wasser erfolgte und über 350 Beine und Arme voll motiviert die 750 m schaffen wollten. Ich konnte nach anfänglichen Schlägen ein gutes Loch im Schwimmfeld finden, in dem ich nach ca. 4 Minuten oder ca. 20 gefühlten Schlägen meinen Rhythmus gefunden habe.
Mein super Gefühl, dass ich kurz vor Wasserausstieg hatte, täuschte mich nicht. Mit 11:48 (über eine halbe Minute schneller als letztes Jahr in Linz) und als 43ter stieg ich aus dem Wasser. Die Außentemperatur stieg immer mehr an, aber egal. Aus der Wechselzone kam ich mit 2-3 Athleten, die ich aber schnell auf den ersten Kilometer abschütteln konnte. Obwohl ich auch von 3-4 sehr guten Radfahrern überholt wurde, konnte ich etliche FahrerInnen unter anderem auf den kleinen Steigungen die Schneid abkaufen und mich gekonnt vor sie setzen. Am Ende bzw. nach 2 x 10 km auf einer super-guten Radstrecke mit etwas Gegenwind stieg ich nach 30:39 von meinem Bike ab. Die 29igste Zeit am Bike macht Hoffnung auf mehr.
Leider war ich noch ein wenig auf dem Rad als ich in die Wechselzone lief und dort verlor ich Zeit, da ich bei meinem Wechselplatz gleich einmal vorbei lief, aber egal, die paar Sekunden würde ich schon noch aufholen. Die Temperatur stieg mittlerweile auf mind. 28 Grad an und die Sonne brannte nicht schlecht auf unsere Schädel.
Die kommenden 5 km waren zwar an sich nicht lang zu laufen, aber wenn es keine Wasserlabstation gibt, dann können 5 km bei diesem Sonnenstand extrem ins Gewicht fallen. Naja, egal, das wichtigste war jetzt keinen vorbeiziehen zu lassen und versuchen die anderen zu überholen. Ein paar konnte ich noch im Laufen versaugen und einen kleinen Angriff kurz vor Ziel abwehren und so schritt ich dann nach 1:07:07 (Sieger Manuel Wutscher in 57:11) über die Ziellinie (Laufzeit anständige 20:42) im ehemaligen St. Pöltener Tennisstadion um mir erst einmal die schöne Medaille um den Hals hängen zu lassen und ca. 2 Liter Wasser über die Rübe zu kippen sowie natürlich das Küsschen von der Birgit abzuholen. Ein geiles Gefühl. Der erste Triathlon der Saison war eine super Sache, die mir wieder zusätzliche Motivation fürs Training gibt. Platzierung oder Zeit sind mir egal, einfach nur das lässige Gefühl zu erleben, über das Wasser zu gleiten, am Rad den Wind spüren und beim Laufen an seine Grenzen zu gehen und diese oftmals leicht zu überschreiten sind viel mehr das, was für mich Triathlon ist.
Und nun freue ich mich auf den Sprinttriathlon in Linz am Sa., 13. Juni 09.
Ein Bericht von Martin Mahringer










