
TriRun beim Salzburger Land Triathlon
23. Juni 2009
Der Salzburger Land Triathlon (SLT) entwickelt sich immer mehr zu einem Bewerb mit internationaler Bedeutung. Auch einige TriRunner zeigten ihr können.
Heuer holten der Weltcupstarter Alberto Casadei aus Italien bei den Herren und die holländischen Iron - Man Weltrekordlerin Yvonne Van-Vlerken bei den Damen den Sieg. Den Staatsmeistertitel bei den Masters holte sich der Tiroler Albuin Schwarz. Auch das angetretene TriRun Linz Sextett konnte mit ordentlichen Leistungen aufwaten.
War es in den letzten Jahren stets die immense Hitze mit der Samstag - Nachmittag Startzeit, welche den Teilnehmern beim SLT zusetzte, mussten sich die Sportler heuer mit den für diese Jahreszeit wirklich ungewöhnlich „frischen" Bedingungen auseinandersetzen. + 16 C Wasser- und + 15 C Lufttemperatur ließen so manchen Triathleten an diesem Tag das Lächeln „einfrieren" - zumindest der Regen stoppte kurz vor Beginn des Bewerbes, sodass der Großteil der Radstrecke dann trocken war. Trotz der widrigen Bedingungen fanden sich heuer 350 Einzelstarter (Rekord) in Kuchl ein.
Das Rennen war von Beginn an geprägt von dem Duell der Weltcupstarter Alberto Casadei (ITA) und Franz Höfer (AUT - Tri Team Hallein). Der Italiener Casadei entschied schließlich beim abschließenden Lauf den Bewerb für sich und siegte mit einer Zeit von 1:47:56 vor Franz Höfer (1:49:32). 3. wurde Norbert Langbrandtner (Tri Team Saalfelden).
Beim „Rennen im Rennen" der ÖSTM der Masters - welche heuer erstmals im Zuge des SLT durchgeführt wurde - siegte Albuin Schwarz aus Tirol (1:54:43, 6. Gesamtplatz), nur 47 Sekunden vor dem „rasenden Biobauern" und mehrfachen Langdistanz Staatsmeister Alexander Frühwirth (7. Gesamtplatz) aus NÖ.
Auch die gestarteten TriRunner zeigten in dem nicht nur quantitativen, sondern auch leistungsmäßig starken Feld, ansprechende Leistungen. Christian Renner stieg als gesamt 12. aus dem Wasser, knapp 30 Sekunden dahinter bereits unser „Deutsche Legionär" Wolfgang Ermeling und Stefan Mayr. Auf der Radstrecke spielte Ermeling (startet in Deutschland auch in der Triathlon Bundesliga) seine Stärken auf dem Rad aus und setzte sich von Mayr und Renner ab. Beim abschließenden Lauf verteidigte er die Position des besten TriRunner und finishte schließlich mit einer Zeit von 2:00:40 als gesamt 22 (4. Platz AK40). Mayr und Renner begaben sich nach dem Radfahren im „Gleichschritt" in die, durch den vorangegangenen stundelangen Regen, bereits ziemlich gatschige Wechselzone. Aber auf der Laufstrecke konnte sich schließlich Mayr locker von Renner absetzten und beendete das Rennen als 25. (Zeit 2:01:11). Christian Renner kam als 33. (2:03:27) in Ziel und wurde damit 5. in der ÖSTM Wertung der Masters.
Auch Peter Wahl trotzte der ungewohnten „Junikälte" und kämpfte sich wacker durch das Salzburgerland, wobei er vor allem auf dem Rad eine Leistung bot. Er erreichte schließlich mit einer Zeit von 2:24:42 als 189. das Ziel (Platz 12. in der AK 50).
Mit Thorsten Roth - Jahrgang 83 - war auch einer „jungen Garde" von TriRun Linz vor ort. Mit einer Zeit von 2:28:22 finishte er als 213 (31. H-Elite1).
Wetterfest an diesem Tag auch Altmeister Heinrich Pilch: Mit einer Zeit von 2:31:06 (Gesamtrang 232) schrammte er als 5. in der H-AK 55 in seiner Altersklasse nur knapp an einem Podiumsplatz vorbei. Immerhin konnte Heinrich an diesem Tag wieder das anwesende Publikum mit seinen weißen Kniestrümpfen entzücken......
Bei den Damen siegte erwartungsgemäß die Vorjahressiegerin Yvonne Van-Vlerken aus Holland mit einer Zeit von 2:01:21. Über 9 Minuten dahinter erreichte die Salzburgerin Monika Stadlmann Platz 2, 3. wurde Andrea Höller aus Zell am See.
Fazit:
Außer dem Wetter - und dafür kann der Veranstalter nun wirklich nichts - ein fast perfekt organisierter Sportevent. Verpflegung, Ziellabe, Startergeschenk (hochwertiges Multifunktionsshirt), Strecke und Funktionäre - eigentlich gab es nichts zu aussetzen.
Allerdings - schön langsam stößt der SLT bezüglich der Teilnehmeranzahl an seine Grenzen - mit 350 Einzelstarter (+ 25 Staffeln) dürfte das Limit erreicht sein.
Ergebnisse unter:
Ein Bericht von Christian Renner











