Austria Triathon Podersdorf - härter geht's nimmer...

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Einem extrem feindseligen Neusiedlersee sowie teils abenteuerlichen Wind- und Regenbedingungen am Rad sahen sich die Starter in beim Austria Triathon in Podersdorf gegenüber...
176 Finisher auf der Langdistanz bei ca. 70 DNF und urspr. mehr als 400 Anmeldungen sprechen eine klare Sprache...

Unglaublich, dass so ein flacher See solche Wellen hervorbringt (siehe Fotos), Seekrankheit war unter den Athleten weit verbreitet, die Schlauen sorgten mit Baldrian vor. Einziger Langdistanz-Finisher und Held des Tages aus Trirun-Sicht eindeutig Theodor Kaar aus Wilhering, der nach 2 ¼ Stunden dem See entfloh und beim Schwimmen definitiv mehr Höhenmeter als bei den folgenden Disziplinen sammelte. Mit dosiertem Radtempo und einer starken letzten Laufrunde fixierte er neue persönliche Bestleistung bei 14h 29 min. Bei der Aussage seiner Frau (Nur Verrückte machen sowas, und Du gehörst eindeutig dazu) soll auch ein wenig Stolz mitgeschwungen sein...- TRIRUN gratuliert ganz herzlich! Den Sieg holte sich Andreas Fuchs in 8h 53 min., A. Frühwirth kam über 9:03 und Platz 4 nicht hinaus.

 

Auf der Halbdistanz machte sich Joe Fleischanderl mit einem Achselzucken und sehr locker an die Sache heran - im oberen Mühlviertel ist´s auch selten schöner (bzw. wärmer) - mit ausgeglichenen Splits und bester Laune erreichte er nach 5:32 (Platz 166) das Ziel. Seine Entscheidung, dem Sch... -Wetter im Burgenland den gestreckten Finger zu zeigen und den Halbmarathon Oben-Ohne zu laufen, wurde mit bewundernden (Zuschauer) bzw. verwarnenden (Racemarshall) Pfiffen quittiert - ehrlich, das ist verboten?? Dank an Markus Kasticky für die spontane Würdigung dieser Härteeinlage mit dem Titel „Sexiest Athlet of the Race"...

 

Martin Frohn musste wie viele andere sein Frühstück dem See überantworten - gleichzeitig Übergeben und Schwimmen wird im Training aber nicht geübt - die daraus resultierende schwächere Schwimmleistung konnte er mit einer sehr guten Leistung am Rad und solidem Laufen ausgleichen (während viele Andere nach dem Schwimmen aufgaben) - ein Platz unter den Top 200 mit 5:43 ein sehr gutes Ergebnis. Das Ziel einer neuen persönlichen Bestleistung wurde generell von den meisten Teilnehmern schon vor dem Start abgehakt. Sieger auf der Halbdistanz Csaba Kuttor in 4:14.

 

Die Veranstalter hatten kurzfristig über eine Verschiebung nachgedacht, der pünktliche Start geht nachträglich aber in Ordnung, auchwenn brettlharte Bedingungen die Folge waren; auf der Radstrecke wurde fleißig kontrolliert und auch gestraft - ein Plauscherl mit dem Chef-Marschall brachte zutage, dass man in der Zunft noch gerne über die Disqualifikations-Orgie seinerzeit bei unserem Linz-Triathlon spricht!

 

Fazit: eine sehr gut organisierte Veranstaltung, wahre Eisenmänner pfeifen auf das Wetter und sind dann umso eiserner und stolzer - und ein herzliches Dankeschön dem mitgereisten TRIRUN-Motivationsteam (Werner Labner & Markus Kasticky, Wolfgang Ursprung & Andi Konrad und besonders Traudi und Peter Wahl).

 

1 Tag später fand in Breitenbrunn der Frauentriathlon statt (Pezi Eichmair aus Linz finishte im vorderen Drittel des Feldes) - bei allerbesten Bedingungen gab es viel zu sehen für den geneigten männlichen Zuschauer (nämlich 180 Triathletinnen) ;-) - aber den Mädels seien Sonnenschein und ruhige See von Herzen gegönnt! (Ein Bericht von Joe Fleischanderl)

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