
Und wiedermal in Rabenden
17. Juli 2011
Rabenden in Bayern ist nicht nur ein schmuckes Örtchen in der Nähe des Chiemsees. Nein, Rabenden steht für einen Triathlon-Klassiker. Mit dabei: 2 1/2 TriRunner.
Ein Bericht von Walter Schnauder.
Unter optimalen Bedingungen fand der 24. Sprinttriathlon Rabenden (600m/28km/4,5km) statt. In einer Fahrgemeinschaft reisten die TRIRUNNER Stefan Mayr, Walter Schnauder und unser ehemaliger Vereinskollege Thomas Fröhlich am Freitagnachmittag an und erlebten einen Wettkampf wie es ihn nur bei unseren Freunden in Bayern gibt.
Wer nach Dienstschluss am Freitag eine Anreise von 200 km von Linz nach Rabenden in Kauf nimmt, um sich am Abend noch etwas mehr als eine Stunde bei einem Wettkampf zu quälen hat einen guten Grund: Der Triathlon Rabenden zählt zu den Klassikern der 5 Veranstaltungen umfassenden „STARKE Triathlon Trophy“. Er ist ein gut organisierter (aber nicht überorganisierter) Triathlon der mit Urigkeit und Herzlichkeit punktet und für ein Startgeld von EUR 20,- genau jene Erlebnisse bietet die abseits von Mainstream und sterilen Großveranstaltungen immer seltener zu finden sind.
Stresslos – wir waren um 16 Uhr die ersten im Start/Ziel-Gelände – besichtigten wir nach dem Abholen der Startnummer die wunderschöne, selektive und 2x zu durchfahrende Radstrecke, die zwei Besonderheiten aufweist: Ein ca. 5 Kilometer langer Abschnitt wird auf einem schmalen Radweg zurückgelegt und ein kurzer, knackiger 15%-iger Anstieg, der jedes Mal die Platzierungen in der Winschattenschlacht kräftig durcheinander wirbelte. Wer hier abreißen ließ wurde durchgereicht und musste auf den nachfolgenden Eilzug warten. Dem Autor dieser Zeilen passierte das genau 2x :-)
Auch die Laufstrecke erwies sich im Rennen als anspruchsvoll: Ein unbefestigter Traktorweg durch den Wald mit Pfützen und rutschigen Steinen vom letzten Regen, der durch das hügelige Gelände führte. Auch beim Schwimmen im kleinen Badesee gab es nicht nur beim Start Erlebnisse der anderen Art. Beinahe alle 200 Starter hatten Probleme beim Runterzählen des Countdowns von zehn auf null. Das Getümmel war groß und die letzte Zahl, die ich hörte bevor mich der Sog nach vorne zog, war vier… Die erste Wendeboje war ein nicht verankertes Schlauchboot (mit Ruderer an Board), beim zweiten Richtungswechsel musste man beim Sprungturm unten durch schwimmen und wieder zurück zum Steg. Von dort ging es im Laufschritt kräftig bergauf zu den Fahrrädern die man auf Grund von viel zu wenig Fahrradständer einfach in die Wiese legt bzw. einfach an Bäume lehnt. Spätestens jetzt ist dem Leser dieser Zeilen klar was wir unter urig und rustikal verstehen. Weil aber dieser Wettkampf so was von familiär und entspannt abgeht, stört das hier wirklich niemanden…
Nun zum sportlichen Teil:
Stefan Mayr der bei der Anreise noch über allgemeine Müdigkeit und Lustlosigkeit klagte, explodierte förmlich im Wettkampf. In der Ergebnisliste finden sich bei ihm drei ausgeglichen Splits (12./17./13.). Damit landete er in der Zeit von 1:07:13 mit einem Rückstand von nur 4:27 auf den Sieger Daniel Niederreiter auf dem hervorragenden 11. Gesamtrang.
Walter Schnauder freute sich über eine ansteigende Formkurve vor allem beim "Geländelauf" in Rabenden, dennoch gibt es beim Laufen noch viel Potenzial wie man an Hand der Splits (30./48./122.) sieht. In einer Zeit von 1:15:19 belegte er den 60. Platz und blieb diesmal knapp vor Thomas Fröhlich, der beim SteelTownMan am Pichlingersee noch die Nase vorne hatte.
Thomas Fröhlich war ebenfalls zufrieden mit der abgerufenen Leistung in Rabenden. Er ließ zwar auch beim Laufen wertvolle Zeit liegen, wie man bei seinen Splits (70./62./105.) sieht. Er belegte den 71. Gesamtrang in einer Zeit von 1:16.22.
Wie immer kommt aber das Beste am Schluss: Weltklasse Weißbier im Ziel und ein allerfeinster Schweinsbraten als Vorspeise. Danach Bratwürstel mit Kartoffelsalat und Sauerkraut. Dazu schmeckt auch noch ein zweites Weißbier vorzüglich. Da bleibt man gerne bis zum Ende der Siegerehrung oder auch länger. Noch in der Nacht ging es wieder retour mit dem festen Vorsatz auch nächstes Jahr wieder zu kommen.
Ein paar Fotos von unseren Rabenden-Helden:







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