Triathlon Klassiker in Mondsee mit starker Trirun-Beteiligung

(13 abgegebene Stimmen, mittel: 5.00 von 5)


Großteils hochmotiviert stürzten sich 10 Trirunner am Sonntagmorgen in den See – und zeigten, wie eng Glück und Pech oft nebeneinander liegen…



Organisatorische Unzulänglichkeiten in den vergangenen Jahren sind zumindest ein Mitgrund, dass mit ca. 360 Einzelfinishern ein vergleichsweise sehr kleines Feld den Klassiker in Mondsee absolvierte – Triathleten sind nachtragend und wenn man mit dem Rad z.B. einmal falsch eingewiesen wurde, fährt man dann unter Umständen halt auch mal nach Weyer (zum gleichzeitig stattfindenden Duathlon). Dieses Jahr haben sich die Verantwortlichen aber Lob verdient, ein einwandfreier Bewerb mit vielen Freiwilligen und Polizei. Über die Verkehrssituation am schönsten Sonntag des bisherigen Jahres in der Salzkammergut-Metropole wollen wir bei den teilweisen Straßensperren lieber schweigen, vielleicht so viel: bei den Autofahrern haben wir Triathleten uns wohl keine Freunde gemacht!

Um 7 Uhr gab es dann den ersten Schock für die Teilnehmer – Neoprenverbot! Ober-Race-Marshall Werner Michalicka sah sich hier als Entscheider mit – sagen wir – Vorwürfen konfrontiert, die sich aber nachträglich als falsch herausstellten, die meisten fühlten sich auf der Schwimmstrecke recht wohl, das Wasser trotz schwachem Sommer ungewöhnlich warm – ehrliche 25 Grad im Start/Zielbereich. Generell sei hier ein Lob den Race-Marshalls gezollt, für ein Butterbrot wird hier ein einwandfreier Bewerb durchgezogen, wenn man sich dann staunend vergegenwärtigt, was sich das Team um W. Michalicka und Flo Weismann anhören durfte (5 Disqualifikationen), schämt man sich für den einen oder anderen „Sportkollegen“.

Die Radstrecke war bis auf einen etwas rescheren Baustellenbereich im hügeligen Teil einwandfrei in Schuss, Windschattenfahrer waren kaum zu sichten, manchen Triathleten würde aber der eine oder andere Radmarathon gut tun, denn in den Kurven und bergab (aber sicher nicht bei Kraft und Ausdauer) gäbe es teilweise noch Aufholbedarf im Vergleich zu den Radspezialisten…

Zu den Trirunnern: in vorderster Front gab es wieder einmal das Toppduelle Wolfgang Ermeling/Stefan Mayr zu bestaunen, sogar beim Schwimm-Landgang war man quasi Hand in Hand unterwegs, die Radstrecke brachte die Entscheidung: Stefan fasste eine Zeitstrafe für Windschattenfahren aus, Wolfgang Ermeling holte sich mit knapp unter 2 Stunden Gesamtzeit Platz 9 und die Vereinskrone – 5 Minuten vor Stefan. Auf Platz 3 (2:07) Philipp Sachsenhofer, der sich beim Laufen entscheidend nach vorne schob und mit einem Split von 34:27 für die 10km auch die schnellste Laufzeit unter den Trirunnern verbuchte.

Martin Mahringer (starkes Schwimmen), Harald Sommer und Johann Steindl absolvierten ein einwandfreies Rennen, Stefan Schwarzmair zeigte sich genervt ob der technischen Überlegenheit der Gegner und wird wohl einen seiner nächsten Gehaltsschecks in ein Triathlon-Gerät investieren.

Die positive Überraschung sicherlich Gernot Auer, der nach längerer (Baby-)Pause wieder ins Geschehen eingriff, äußerst gutgelaunt in 2:18 eine tolle Wiederauferstehung feierte und (ohne Scherz) eine Laufrunde zu viel absolvierte. Die Pentek-Crew zeigte sich aber entgegenkommend und nahm die Bonusrunde aus der Wertung; sollten solche Zählfehler öfter auftreten, werden wir von der Vereinsführung gerne das Seminar „Mathematische Grundlagen für Triathleten – eine Einführung“ in unser Winterprogramm aufnehmen ;-)

Pech hatte Stefan Kogler, der sich nach einem Sturz mit einem kaputten Rad verabschieden musste, richtig unglücklich aber Erwin Weberndorfer, der von einer Wespe in die Unterlippe gestochen wurde und nach dem Radfahren aufgab. Angesichts der Tatsache, dass er danach aussah als hätte er sich eine Schlägerei mit dem örtlichen Motorradclub geliefert, danken wir für die Möglichkeit, ein Foto auf die Homepage zu geben (siehe „Fotos“) bzw. drücken wir Bewunderung dafür aus, dass er nachher mit dem Rad nach Hellmonsödt zurückfuhr.

Schon fast ein Klassiker ist dann die Pizzaparty bei der Siegerehrung, den Eintritt in das Strandbad konnte man sich getrost sparen – da war pro Person wesentlich weniger Platz als pro Rad in der Wechselzone; persönliche Empfehlung in diesem Fall: man nehme eine hübsche Triathletin und suche sich z.B. am Westufer des Sees ein einsames Platzerl…

Apropos Siegerehrung: Ein starker Lokalmatador wurde nach seiner Schwimmleistung gefragt, worauf er antwortete, dass es ihm da schlecht gegangen sei, er habe sich verschwommen, habe Wasser geschluckt, Panik gekriegt, Brustschwimmen müssen, mit einem Wort, er sei geschwommen wie ein Deutscher Tourist – was ihm Gelächter und Applaus von den Einheimischen, aber auch Pfiffe einbrachte (wohl von besagten Touristen).

Als Motivation für das Schwimmtraining mit Siggy Michalicka ab September eine abschließende Zahl: die beste Schwimmzeit für die 1,5km: 17:38…

Ein Bericht von Joe Fleischanderl



.

Kommentar schreiben




Sicherheitscode oben stehendes Bild aktualisieren

Bitte tragen Sie den Sicherheitscode wie auf dem Bild ein