
IRONMAN 70:3 St. Pölten: TriRun war dabei!
09. Juni 2010
Am 30. Mai fand in St. Pölten zum 4. Mal der Triathlonbewerb „Ironman" 70.3 (= „halber Ironman" - 70.3 bezieht sich auf die Gesamtdistanz in Meilen) statt.
Bei den Herren gab es mit dem Sieg des Tschechen Filip Ospaly - noch vor dem Topfavoriten Chris Mc Cormack - eine handfeste Sensation, bei den Damen dagegen siegte mit der in Österreich lebenden Holländerin Yvonne Vanvlerken die Favoritin.
Der Ironman 70.3 St. Pölten ist mit fast 3000 (!!) Startern - darunter 9 TriRun Linz Athleten - aus 30 Nationen, incl. über 50 der besten Triathlon - Profis aus der ganzen Welt, inzwischen in Österreich mit dem „Ironman Austria" (IMA) in Klagenfurt die größte Triathlonveranstaltung und erreicht durch die Möglichkeit, sich über diese Veranstaltung direkt für die Weltmeisterschaft in Clearwater/USA zu qualifizieren auch international immer größere Bedeutung.
Um Punkt 07:00 Uhr stürzten sich die Athleten der 1. von 7 Wellen in den 18 Grad „warmen" Viehofener See, unweit der NÖ Landessportschule und des Tennisstadions in St. Pölten. Nach 900 Meter mussten die Teilnehmer einen für die Zuschauer spektakulären 200 Meter Landgang über die Traisenbrücke zum Ratzersdorfer See zurücklegen. Bei angenehmen + 20 Grad (mit vereinzelten Regenschauern), ging es dann auf das Rad. Bei der rasanten Fahrt über die S33 Richtung Krems und der B33 entlang des Donau Nordufers bis Aggsbach wurde ordentlich „Dampf" gemacht. Danach folgte das Herzstück der Radstrecke, ein ca 8 km langer, teilweise heftiger Anstieg. Beim abschließenden Lauf ging es von der 2. Wechselzone beim Tennisstadion weg, entlang der Traisen zum NÖ Regierungsviertel und Retour. Die flache 10,5 Km Strecke musste 2 x bewältigt werden. Der Zieleinlauf im, bis in den frühen Nachmittagsstunden, vollen Tennisstadion sorgte für Gänsehautstimmung bei Athleten und Zuschauern.
Und die Zuschauer bekamen an diesem Tag auch einiges geboten. Sowohl der tschechische Überraschungssieger Filip Ospaly (Siegerzeit 3:46,02), als auch die 2. Und 3. platzierten Chris Mc Cormack aus Australien und Andreas Realert aus Deutschland blieben unter dem bestehenden Streckenrekord. Für den 3fachen IMA Sieger Marino Vanhoneacker blieb diesmal nur der undankbare 4. Platz). Michael Weiss wurde als 6. bester Österreicher.
Bei den Damen gab es dafür einen spektakulären Zielsprint zwischen Yvonne Vanvlerken und der Ungarin Erika Csomor. Dabei konnte Vanvlerken schließlich das Rennen mit dem rekordverdächtigen Minimalvorsprung 0,2 (!) Sekunden für sich entscheiden.
Auch 9 Trirunner aus Linz waren bei dem Triathlonfest in St. Pölten dabei. Darunter auch Christian Renner, der sich nach 9 Jahren erstmals wieder auf eine lange Triathlondistanz „wagte".
Christian Renner kam mit einer Zeit von 4 Stunden 30 Minuten und 34 Sekunden als 129. von 2500 Finisher ins Ziel. Damit erreichte er Platz 12 in der AK 40 - und versäumte damit nur um 4 Minuten die direkte Quali für die WM, hätte aber auf Grund der „Nachrückregelung" (6 WM Startplätze wurden in der H-AK 40 vergeben) einen „Slot" bekommen. Sehr zufrieden war Christian besonders mit seinen Leistungen im Schwimmen (28:35 - 73. Schwimmzeit, womit er sogar einige Profis hinter sich lassen konnte) und beim abschließenden Lauf über die Halbmarathondistanz, welchen er in einer Zeit von 1:27:40 zurücklegen konnte.
Tolle Leistung auch von Mario Lepschy, der mit einer Zeit von 4:34:47 auf dem 171. Gesamtplatz finishen. Besonders mit dem Radsplitt konnte er sehr zufrieden sein. Mit 2:24,44 erreicht er einen beeindruckenden 36 Km/h Schnitt.
Auch Markus Sageder konnte bei seinem 2. Antreten in St. Pölten mit 4:50:11 erneut klar unter der 5 Stunden - Marke bleiben und zeigte ebenfalls eine starke Leistung auf der Radstrecke.
Insgesamt erreichte alle 9 gestarteten TriRun Linz Athleten das Ziel im Tennisstadion von St. Pölten.
Ein Bericht von Christian Renner











