
3 3-Runner beim Podersdorfer Flachland-Eisenmann
29. August 2010
Windig, witzig, nix für Weicheier - der wahrscheinlich gefühlt weiteste Triathlon Österreichs, ihr seht schon an den Alliterationen, dass ich Mühe habe die richtigen Attribute für dieses Event zu finden! 3 (+1 Staffelläufer) TrRunner haben dieses Mal in Podersdorf auf beiden, der Mittel- und der Langdistanz sämtlichen Sturmböhen und vor allem der Einöde getrotzt und in sensationellen Zeiten gefinisht.
Besonders hervortun möchte ich hier Nicola Stadler, die trotz widrigster Bedingungen (Sturm!!!) dank sehr konsequenten mit ihren 6h 26min ein solides Mitteldistanzdebut hinlegte. Mit ihr gleichziehen kann allerdings auch Routinier Markus Sageder, der mit seinen bombastischen 4h 37min dem Wind offensichtlich einfach davongefahren ist! Mit diesem Performancebeweis kann er jetzt beruhigt seinem späten Saisonhighlight, der 70.3 HalfIron-WM entgegenschauen - halten wir unserem würdigen Vertreter schon mal jetzt die Daumen für seine Vorbereitung und dem Bewerb selbst natürlich.
Am Rande soll auch der bescheidene Autor dieses Schreibwerks Erwähnung finden, dem diesjährig offensichtlich einzigen TriRun Starter über die volle Distanz in Podersdorf. An die Heldentaten der vorher genannten kann er zwar nur schwer rankommen, hat es aber immerhin geschafft seine persönliche Bestzeit auf der Strecke um immerhin 2 min von 10h 47min auf 10h 45min zu verbessern. Leider hat der (...Vorsicht! Ausrede!) Wind / Sturm mit fortschreitender Zeit immer mehr an Stärke gewonnen und hat den wackeren Jungroutinier (immerhin 4 Langdistanz-Finishes bei "nur" 27 Lenzen) an einer besseren Radzeit gehindert. Aber ganz nach dem Motto: "Aufgegeben wird nur ein Brief" nahm Stefan S. dann auf der Laufstrecke sprichwörtlich die Beine in die Hand und korrigierte mit seiner 3h 42min Marathonzeit sein verpatztes Radergebnis. - Ende gut, alles Gut!
Heinrich P. bewies Teamgeist, indem er in einer 2er Staffel noch ein solides Marathonfinish von 3:53 hinlegte und dabei dem Autor dieses Artikels bei jeder Runde eine nettes, aufmunterndes Handzeichen gab.
Alles in allem also ein gelungenes Eisen- Mann/Frau Wochenende! Podersdorf bleibt mit seinen nicht einmal 600 Gesamtstartern bzw. v.a. ca 170 Finishern auf der LD ein Orchideeneisenmann und das trotz Top-Organisation! Vor allem die freundlichen und kompetenten Helfern (Ja, da braucht man beim Trinkflasche nehmen nicht einmal groß abbremsen) bei den zahlreichen Labstellen und auch die Ausstattung der Labstellen sowie die tadellose Streckensicherung seien hier besonders hervorgehoben. Lediglich ein Stromausfall infolge der sinflutartigen Regenfälle am Freitag abend vor der Wettkampfbesprechen machten den Organisation kurz Probleme - aber taten der guten Stimmung keinen Abbruch! Das beweist die traurige Markengeilheit unserer Gesellschaft - allen jenen die sich für dieses Thema näher interessieren empfehle ich Naomi Kleins "No Logo", Picador, 2000!
Dieser Bewerb ist locker soviel Eisenmann wie der "echte" Ironman z.B. in Kärnten - allerdings für weniger als die Hälfte im Preis UND wesentlich weniger Abzocke beim Quartier und v.a. viel weniger verkehrstechnische Probleme bei der Anfahrt (genügend kostenfreie Parkplätze!!!) und ein preisweites, gutes AfterCompetition Nightlife in den zahllosen Heurigen und Buschenschanken.
CU Next Year @Podersdorf!
(Ein Bericht Stefan Schwarzmair)











